弓道

Heki Ryu Insai Ha

Lernhilfe 1. Kyu

Theorie · Hassetsu · Fachbegriffe

Fortschritt
0 / 6 Kapitel
01 Was erwartet die Prüfung?

Der 1. Kyu ist die erste Graduierung mit schriftlicher Prüfung – ein wichtiger Übergang. Die Prüfungskommission erwartet mehr als Bewegungsausführung: das Verständnis der Form.

Anforderungen laut DKyuB Prüfungsordnung

Quellen: DKyuB Prüfungsordnung Kyu · K.O.-Kriterien DKyuB

  • Alle Fertigkeiten aus 2. Kyu und darunter müssen beherrscht werden
  • Die 3 und/oder 5 Kreuze werden erreicht
  • Im Kai wird besonders auf die 5 Kreuze geachtet, im Zanshin auf das „6. Kreuz"
  • Schriftliche Prüfung über ein Kyudo-Thema (meist ein Hassetsu, z.B. Dozukuri, Nobiai oder Kai)
  • Pfeile fliegen in Richtung Mato – Treffen ist nicht zwingend erforderlich
Das Thema der schriftlichen Prüfung ist meist ein Hassetsu oder eine Frage zu den Kreuzen. Es wird erwartet, dass die wesentlichen Punkte benannt und verstanden werden können – nicht nur auswendig gelernt, sondern durchdrungen.

Praktische Tipps

  • Schriftlich üben: Zu jedem Hassetsu 3–5 Stichpunkte formulieren können
  • Fachbegriffe japanisch schreiben und erklären können (Romanji reicht)
  • Unterschiede Heki Ryu zur Shomen-Technik kennen
  • Die Körperlinien und Kreuze im Zusammenhang verstehen – nicht nur aufzählen
Bitte zusätzlich bei deinem Sensei nachfragen, welche spezifischen Themen in eurem Landesverband typischerweise gestellt werden – es gibt regionale Unterschiede.
02 Heki Ryu Insai Ha – Geschichte & Herkunft

Ursprung

Quelle: Basistexte Heki, Vorwort S. 2 · hekiryu.de

Die Heki Ryu entwickelte sich aus dem Hosha, dem Schießen zu Fuß – dem Bogenschießen auf dem Schlachtfeld. Sie wird daher auch Heki Tō Ryū genannt. Begründet wurde die Insai Ha-Linie von Herrn Insai.

Moderne Tradition

  • Höchster Meister der jüngeren Tradition: Prof. Inagaki Genshiro, 9. Dan Hanshi
  • Weitergeführt durch Prof. Toshio Mori bis zu seinem Tod
  • Erstes Kyudoseminar in Deutschland: 1969 in Hamburg durch Prof. Inagaki
  • Die Basistexte der Heki Schule wurden von Manfred Speidel und Roland Pohl erarbeitet

Stellung im DKyuB

Im Deutschen Kyudo Bund existieren zwei Hauptstilrichtungen: Shomen (vorderes Heben) und Heki/Shamen (seitliches Heben). Bei ANKF-Prüfungen gelten bis zum Torikake die ANKF-Regeln; ab dem Torikake ausschließlich die Regeln der Heki-Insai-Ha.

Wichtige Lehrschriften: Mokuroku, Hika und Mugonka – die drei kanonischen Texte der Heki Ryu Insai Ha, übersetzt von Prof. Manfred Speidel.
03 Die 8 Hassetsu – Bewegungsstufen

Die Hassetsu sind die acht Formen des Bewegungsablaufes. Jede ist eine eigene Station – zugleich aber fließend verbunden, vergleichbar einem Zug, der Bahnhöfe passiert, ohne anzuhalten.

1.
Ashibumi
Stand
2.
Dōzukuri
Körperausrichtung
3.
Yūgamae
Bogenstellung
4.
Uchiokoshi
Heben des Bogens
5.
Hikiwake
Zweidrittel-Auszug
6.
Tsumeai / Nobiai
Voller Auszug
7.
Hanare
Auslösen
8.
Zanshin
Verbleibende Form
1. Ashibumi
Aufsetzen der Füße / Stand
Basistexte Heki, S. 5–6

Ashibumi legt die Beziehung zwischen dem Körper und dem Ziel fest. Durch ein korrektes Ashibumi soll der Körper im Augenblick des Auslösens seine stabile Stellung beibehalten können.

Charakteristika

  • Die Ziellinie durch die Mitte des Mato bildet mit den beiden Fußspitzen eine gerade Linie
  • Abstand zwischen den Fußspitzen = Yatsuka (Auszugslänge: Halsmitte bis Mittelfingerspitze bei ausgestrecktem Arm)
  • Füße leicht nach außen gedreht: Winkel von 60° bis 70°
  • Bei Heki: Blick geht zuerst auf die Mitte des Mato, dann Linie zu den Füßen ziehen – Unterschied zu Shomen!
Unterschied Heki vs. Shomen: Bei Heki wird beim Yu (Verbeugung) der Blick zum Mato erhoben. Bei Shomen bleibt der Blick am Boden.
2. Dōzukuri
Ausrichten / Aufbauen des Körpers
Basistexte Heki, S. 6

Der Oberkörper über dem Becken wird auf der Fußposition natürlich aufrecht und stabil aufgebaut. Dōzukuri muss fest, aber ohne Verkrampfung sein. Das Becken ist das Zentrum des Körperschwerpunkts.

Die 3 Kreuze entstehen hier!

→ Senkrechte der Körpermitte schneidet Fuß-, Becken- und Schulterlinie im rechten Winkel.

Varianten des Dōzukuri

  • Chū no Dōzukuri – mittiges Dōzukuri beim Schießen auf 28 m (Standard)
  • Soru Dōzukuri – zurückgebeugt, beim Schießen auf große Distanzen (100–200 m)
  • Kagamu Dōzukuri – vorgebeugt, beim Schießen zu Pferd oder Boot
  • Kakaru Dōzukuri – nach links gebeugt, bei niedrigem oder nahem Ziel
  • Noku Dōzukuri – nach rechts gebeugt, bei hohem Ziel
Das Dōzukuri ist nicht nur ein einzelnes Hassetsu – die Körperstabilität muss in allen Bewegungen des Kyudo beibehalten werden.

Haltung der rechten Hand

Die rechte Hand in geschlossener Torikake-Stellung ruht etwas unterhalb des Nabels – in früherer Zeit auf dem Griff des Wakizashi (Kurzschwert).

3. Yūgamae
Stellung des Bogens
Basistexte Heki, S. 7–10

Yūgamae besteht aus drei Teilschritten:

3.1 Torikake – Fassen der Sehne

  • Bogen wird in die Körperachse zurückgedreht, Sehne geradeansichtig vor dem Körper
  • Daumengrube des Handschuhs ~15 cm unterhalb des Pfeils in die Sehne einhängen
  • Mittelfinger, dann Zeigefinger mit erstem Gelenk auf den Daumen legen
  • Winkel zwischen Daumen des Handschuhs (Bōshi) und Sehne: ca. 90° – bis zum Hanare unverändert

3.2 Tenouchi – Ansetzen der Bogenhand

  • Griff heißt Momiji Gasane (Ahorn-Griff) – Anspielung auf das Ahornblatt
  • „Schwimmhaut" (Torakuchi, Tigermaul) zwischen Daumen und Zeigefinger wird unter die Tō-Wicklung angesetzt
  • Punkt b der Schwimmhaut trifft auf Punkt B am Bogen: Verhältnis 3:7 oder 4:6 von links
  • Handlinie a (Tenmonkin) an Kante A des Bogens anlegen

3.3 Monomi – Blick zum Ziel

  • Linke Hand öffnet Bogen ~12 cm Richtung Ziel (Oshi Biraki, drückend öffnen)
  • Rechter Unterarm führt leichte Innendrehung aus: Hineri
  • Kopf dreht sich ganz natürlich zum Ziel, als würde jemand vom Ziel her rufen
  • Rechter aufsteigender Genickmuskel kann vertikal sein – dies ist keine zwingende Voraussetzung im Heki-Stil
4. Uchiokoshi
Heben des Bogens
Basistexte Heki, S. 10

Uchiokoshi bezeichnet das Emporheben des Bogens. Diese Position schafft die geeignete Ausgangsstellung zum Öffnen.

Durchführung (Heki)

  • Bogen wird mit Führung der rechten Hand empor gehoben (Unterschied: Shomen führt mit der linken)
  • Von oben gesehen: 25–30 cm Abstand vom Körper
  • Spannung aus dem Monomi darf nicht nachlassen
  • Linke Hand etwas tiefer als rechte: Pfeil zeigt leicht nach unten – Bild des „abfließenden Wassertropfens" (Mizu Nagare)
  • Schultern dürfen sich nicht anheben
  • Linke Hand behält Nakaoshi-Form bei
Shamen-Stil: Der Bogen wird seitlich gehoben. Shomen-Stil: Der Bogen wird zentral vor dem Körper gehoben.
5. Hikiwake – Sanbun no Ni
Zweidrittel-Auszug (wörtl.: ziehend teilen)
Basistexte Heki, S. 11

Sanbun no Ni bedeutet „zwei von drei". Es ist der zweite von drei Auszügen:

  • 1. Aufspannen vor dem Monomi – ca. ein Drittel
  • 2. Aufspannen ins Sanbun no Ni – ca. zwei Drittel
  • 3. Voller Auszug zum Tsumeai

Bedeutung des Sanbun no Ni

Kontrollpunkt für alle wesentlichen Positionen: Nakaoshi-Form, Sehnenbahn (Tsurumichi o Tadasu), Kräfteverteilung links/rechts, Schulterposition, Einschätzung des Ziels.

Kräfteverhältnis

  • Linker Arm drückt mit 2/3 der Gesamtkraft
  • Rechter Arm zieht mit 1/3 der Kraft
  • Bewegungsmittelpunkt rechts: ~10 cm vor dem Ellenbogen im Unterarm
Im Sanbun no Ni hält man die Position ca. 2 Sekunden – ohne die Kraft nachzulassen. Bei Erschöpfung verkürzt sich diese Zeit; bei schwachem Bogen soll man sie verlängern.
6. Tsumeai / Nobiai / Yagoro
Voller Auszug – Ausdehnen – Maximum
Basistexte Heki, S. 12–13

Tsumeai (Verfestigung)

Die vier Positionen müssen zu einem Zeitpunkt alle vorhanden sein – sie müssen nicht im selben Moment erreicht werden, aber im Tsumeai gleichzeitig bestehen:

  • Korrektes Zielen auf das Mato (Nerai)
  • Volle Auszugslänge erreicht (Yatsuka)
  • Pfeil berührt die Wange direkt unter dem Wangenknochen (Hōzuke)
  • Sehne berührt die Brust (Munazuru)

Nobiai (Ausdehnen, Strecken)

  • Die ganze Kraft des Körpers konzentriert sich auf die letzte Anspannung
  • Bogenhand schließt weiter, ohne die mittlere Tenouchi-Form zu verändern
  • Daumenwurzel drückt rechte innere Kante des Bogens
  • Rechter Arm zieht mit Ellbogen weiter, steigert Hineri (Drehung gegen Uhrzeigersinn)
  • Bogen hat von der Seite ca. 6°–8° Neigung (Fuseru)
  • Nobiai dauert 3–5 Sekunden
Zum Nobiai gehören: Kraft in beide Beine führen – Beckenposition stabilisieren (Dōzukuri) – Wirbelsäule senkrecht aufwärts strecken.

Yagoro

Das Maximum des Nobiai. Heißt wörtlich „den Bogen ziehen bis zum Vollen". Dies ist der richtige Moment für das Auslösen.

7. Hanare
Auslösen der Sehne
Basistexte Heki, S. 13–14

Hanare ist das Auslösen der Sehne aus der Daumengrube des Handschuhs.

Tsunomi no Hataraki (das drückende Drehen der Bogenhand)

  • Daumenwurzel drückt die rechte innere Kante des Bogens
  • Wie beim Auswringen eines nassen Tuches: drei Fingerbeeren und Daumenwurzel schließen sich gegeneinander
  • Daumenwurzel initiiert Hanare mit Impuls Richtung Mato – mit leichtem Uwaoshi
  • Daumenwurzel darf sich nicht vom Mittelfinger trennen
  • Hand bewegt sich diagonal nach hinten unten

Rechter Arm

  • Abgewinkelter rechter Arm öffnet sich aus dem Ellbogen kräftig nach hinten und unten
  • Gleichzeitig wird Hineri ausgeführt

Tai no Warikomi (den Körper einkeilen)

Im Nobiai ist der Oberkörper zwischen Bogen und Sehne „gezwängt". Durch Tsunomi, Öffnen des rechten Arms und Tai no Warikomi wird der Oberkörper schnell nach vorne bewegt – maximale Pfeilkraft.

Ohne Tsunomi no Hataraki kann die Sehne Wange oder Unterarm treffen, der Pfeil wird nach rechts abgelenkt und hat keine Durchschlagskraft.
8. Zanshin
Die verbleibende Form / Der verbleibende Geist
Basistexte Heki, S. 15

Doppelte Bedeutung

  • Zan-Shin (身 = Körper): Die verbleibende Form des Körpers nach dem Schuss. Die Kraftlinien aus Tsumeai und Nobiai bleiben sichtbar.
  • Zan-Shin (心 = Geist/Herz): Der verbleibende Geist – volle Konzentration und Achtsamkeit nach dem Auslösen.

Im Zanshin entsteht das „6. Kreuz": Bogen und rechter Arm bilden eine Linie, die mit dem Pfeilweg ein Kreuz bildet. Darauf wird bei der 1. Kyu-Prüfung besonders geachtet.

Zanshin ist keine passive Entspannung, sondern aktives Verweilen in der Form und im Bewusstsein des Schusses.
04 Die Kreuze – 3 große, 5 und das 6. Kreuz

Quelle: Basistexte Heki, S. 6 (3 Kreuze im Dōzukuri) · Shomen GT, S. 11 (5 Kreuze)

Die Kreuze sind rechtwinklige Beziehungen zwischen Körperlinien und Geräten – ein zentrales Konzept für die Prüfung. Sie entstehen sequenziell: die 3 Kreuze im Dōzukuri, alle 5 im Kai.

Die 3 großen Kreuze

Entstehen bereits im Dōzukuri

1Senkrechte der Körpermitte ⊥ Fußlinie
2Senkrechte der Körpermitte ⊥ Beckenlinie
3Senkrechte der Körpermitte ⊥ Schulterlinie

→ Körper steht aufrecht und achsensymmetrisch über dem Stand

Die 5 Kreuze im Kai
Gojū Jūmonji (五重十文字)

Alle 5 müssen im vollen Auszug erreicht sein

1Yumi (Bogen) ⊥ Ya (Pfeil)
2Yumi ⊥ linker Handgriff (Tenouchi)
3Tsuru (Sehne) ⊥ rechter Daumen (zeigt Richtung Ziel)
4Symmetrielinie Oberkörper ⊥ Schulterlinie (Ziel liegt in dieser Ebene)
5Ya (Pfeil) ⊥ Halswirbelsäule (Kinn zeigt direkt auf Ziel)
Das 6. Kreuz – im Zanshin
6Bogenarm (links, ausgestreckt) und Zugarm (rechts, geöffnet) bilden eine Linie – diese steht im rechten Winkel zur Pfeilbahn.

Bei der 1. Kyu-Prüfung wird explizit auf dieses 6. Kreuz geachtet.

Das Bild des Zimmermeisters: „Wenn ein Tischlermeister ein Haus baut, muss er sicherstellen, dass jeder Träger gerade und jede Kreuzung rechtwinkelig ist." So auch im Kyudo: Bogen und Pfeil, Handschuh und Sehne, Griff und Bogen, Oberkörper und Schultern, Nacken und Pfeil müssen zueinander senkrecht stehen.
05 Fachbegriffe – Lexikon

Geräte & Dojo

Bogen
Asymmetrischer japanischer Langbogen
Basistexte Heki, S. 4
Handschuh
Schießhandschuh für die rechte Hand
Basistexte Heki, S. 7
Zielscheibe
Basistexte Heki, S. 5
Strohrolle
Pfeilauffang im Nahtraining, ~2–3 m Abstand
Shomen GT, S. 4
Übungshalle
Shomen GT, S. 3
Abschusslinie
Basistexte Heki, S. 4
Vorbereitungslinie
Shomen GT, S. 4
Ehrenseite des Dojos
Shomen GT, S. 3
Bogensehne
Basistexte Heki, S. 7
Wicklung am Bogen
Basistexte Heki, S. 7–8
Brustschutz
Shomen GT, S. 3

Technik & Körper

Auszugslänge
Halsmitte bis Mittelfingerspitze des ausgestreckten Arms; auch Fußabstand im Ashibumi
Basistexte Heki, S. 5–6
Form der Bogenhand
Greifform der linken Hand am Bogengriff
Basistexte Heki, S. 8–9
Ahorn-Griff
Spezifische Tenouchi-Form der Heki Schule
Basistexte Heki, S. 8
Fassen der Sehne
Basistexte Heki, S. 7
Blick zum Ziel
Basistexte Heki, S. 10
Innendrehung
Drehung des rechten Unterarms gegen den Uhrzeigersinn
Basistexte Heki, S. 10, 13
Druckpunkt der Daumenwurzel
Auch: das drückende Drehen der Bogenhand (Tsunomi no Hataraki)
Basistexte Heki, S. 13–14
Handlinie
Hauptlinie der linken Hand, liegt an Kante A des Bogens
Basistexte Heki, S. 8
Tigermaul
Schwimmhaut zwischen Daumen und Zeigefinger
Basistexte Heki, S. 8
Wangenanlage
Pfeil berührt Wange direkt unter dem Wangenknochen
Basistexte Heki, S. 12
Brustanlage der Sehne
Basistexte Heki, S. 12
Strecken, Ausdehnen
Phase der letzten Ausdehnung vor dem Hanare, 3–5 Sek.
Basistexte Heki, S. 13
Maximum des Nobiai
„Bogen ziehen bis zum Vollen" – der reife Moment des Auslösens
Basistexte Heki, S. 13
Natürliche Bogendrehung
Bogen dreht sich nach Hanare nach vorne – Zeichen korrekter Technik
Basistexte Heki, S. 4
Körper einkeilen
Vorwärtsbewegung des Oberkörpers beim Hanare
Basistexte Heki, S. 14
Neigung des Bogens
~6°–8° Vorwärtsneigung im Nobiai; Ergebnis des Zusammenspiels von Tsunomi und Hineri
Basistexte Heki, S. 13
Abfließender Wassertropfen
Bild für leichte Abwärtsneigung des Pfeils im Uchiokoshi
Basistexte Heki, S. 10
Energiezentrum
Unterbauch, ~2 cm unterhalb des Nabels; Ausgangspunkt aller Bewegungen
Shomen GT, S. 3

Begriffe

Zeremonielles Bewegen
Formale Bewegungsabläufe vor und nach dem Schießen
Basistexte Heki, S. 4
Zurückbringen des Bogens
Basistexte Heki, S. 4
Einlegen des Pfeils
Basistexte Heki, S. 4
Sehnenkontrolle
Blick wandert entlang der Sehne vor dem Schießen
Shomen GT, S. 11
Leer ausziehen
Üben des Auszugs ohne Pfeil
Basistexte Heki, S. 18
Gummizwille
Trainingsgerät für Anfänger
Basistexte Heki, S. 18
Schießen zu Fuß
Ursprung der Heki Ryu – Schlachtfeldschießen
hekiryu.de, Willkommen
06 Schießstile: Heki und Shomen – Unterschiede

Wer die eigene Stilrichtung erklären kann, zeigt Tiefe. Die folgende Übersicht hilft, die Besonderheiten der Heki Ryu Insai Ha zu verorten.

AspektHeki Ryu Insai HaShomen
Bogenheben (Uchiokoshi)Seitlich (Shamen) – Bogen wird diagonal vor dem Körper angehobenZentral – Bogen wird gerade vor der Körpermitte gehoben
Blickführung beim YuBlick wird zum Mato gehobenBlick bleibt am Boden (4–5 m vor dem Schützen)
Tenouchi-FormMomiji Gasane (Ahorn-Griff) – spezifischer Heki-GriffNakaoshi (mittiges Drücken)
Führende Hand UchiokoshiRechte Hand führt beim HebenRechte Hand führt (je nach Schule)
ANKF-PrüfungenBis Torikake: ANKF-Regeln; danach ausschließlich Heki-Insai-Ha-RegelnDurchgehend ANKF-Regeln
Historischer UrsprungHosha – militärisches Schießen zu FußZeremonielles Schießen (Ogasawara-Tradition)
LehrschriftenMokuroku, Hika, MugonkaShaho-Hassetsu (ANKF), Kyudo Manual
07 Wissenstest – Prüfungsfragen

Teste dein Wissen mit typischen Prüfungsfragen. Die Antworten basieren auf den offiziellen Basistexten der Heki Ryu Insai Ha (DKyuB).